CineZone: „Step Up 2“ sollte ursprünglich nur auf Video erscheinen, Sie haben daraus einen Kassenknüller gemacht. Worin liegt die Herausforderung beim dritten Teil? Jon Chu: Als Disney mir das Angebot zur Fortsetzung machte, zögerte ich zunächst. Wir hatten beim letzten Film diesen grandiosen Wassertanz geboten Welche Rolle spielt das 3-D für Ihren Film? 3-D verstärkt das Erlebnis für den Zuschauer. Im Unterschied zu einigen anderen 3-D-Filmen haben wir großen Wert darauf gelegt, dass die Effekte nicht zum Selbstzweck werden, sondern organisch zur Geschichte passen. 3-D ist ein großartiges Werkzeug, es bringt eine neue Farbe in die kreative Palette. Die Technologie ist sicher nicht für jeden Film sinnvoll, aber für uns war sie einfach perfekt, weil 3-D brillant zu der Geschichte passt. Sind die Tanzsequenzen alle echt oder haben Sie bisweilen mit dem Computer nachgeholfen? Alle Szenen sind vollständig real, es gab keinerlei Spezialeffekte. Zum einen hatten wir dafür gar nicht das notwendige Geld, zum anderen liegt darin die Magie des Films: Man spürt, dass diese Typen echte Superhelden sind, die unglaubliche Dinge machen können. Bei uns sind die Menschen die Spezialeffekte. Wie haben Sie Ihre Tänzer für den Film gefunden? Wir haben viele Wettkämpfe in Los Angeles und New York besucht, gingen in einschlägige Underground-Clubs und haben und uns online umgesehen. Einige Tänzer haben ihren Stil so weit entwickelt, dass sie davon leben können. Letztlich geht es allerdings gar nicht um den grandiosen Körpereinsatz, der ist nur Voraussetzung, um mit den Bewegungen Geschichten aus dem eigenen Leben zu erzählen. Tanzen hat für jeden eine andere Bedeutung. Für die einen ist es Medizin, für andere ist eine Flucht und für manche ist es ihr Lebensinhalt - auch davon handelt unser Film. Was würde Fred Astaire zu Ihrem Film sagen? Tänzer sind für mich die ultimativen Künstler. Sie quälen ihre Körper, um Höchstleistungen zu erreichen und bekommen dafür meist nur wenig Gage. Straßentänzer sind die Fred Astaires und Gene Kellys unserer Zeit – allerdings genießen sie leider noch nicht deren Ruhm und Anerkennung. In den heutigen Musicals wird meist getanzt wie vor zwanzig Jahren. Aber der Tanz hat sich längst weiter entwickelt, wir wollten das Musical einen Schritt weiter bringen. |












