CineZone: Mrs. Jolie, in Ihrem neuen Film „Salt“ spielen Sie eine CIA Agentin, die verdächtigt wird, eine russische Spionin zu sein. Was verbinden Sie persönlich mit Russland? Angelina Jolie: Literatur und Wodka. Eine vermeintliche Agentin aus Russland auf Undercover-Mission: das Thema wurde jüngst von der Realität eingeholt. Wie hat Russland auf den Film reagiert, als Sie ihn unlängst dort vorstellten? Positiver, als ich ursprünglich vermutet hatte. Seltsamerweise wurde ich vor Ort noch nicht einmal auf die aktuellen Geschehnisse angesprochen. Es gibt eine Szene im Film, in der Sie zur Tarnung als Mann verkleidet sind. Was für ein Gefühl war das für Sie? Oh, es war herrlich. Als ich mit der Verkleidung durch eine Hotel-Lobby spaziert bin, habe ich sofort bemerkt, wie anders sich die Frauen und Männer mir gegenüber verhalten haben: die Herrn zeigten wegen der Uniform plötzlich viel mehr Respekt - und die Frauen haben mich sogar angeflirtet. Was soll ich sagen: es war ein tolles Gefühl, einmal Kerl zu sein. Wie haben Ihr Mann und Ihre Kinder auf die plötzliche Geschlechtsumwandlung reagiert? Ich habe Brad gebeten, an diesem Tag ans Set zu kommen um mit mir zu Mittag zu essen und ein bisschen Zeit zu verbringen. Doch als ich ihn bat, mich in besagtem Kostüm zu küssen, hat er einen Rückzieher gemacht. Ich habe auch meinen Sohn eingeladen, mich so zu sehen, doch er ist völlig ausgeflippt und wollte, dass ich das Kostüm ganz schnell wieder loswerde (lacht). Der Film ist zeigt viel offene Gewalt. Dürfen sich Ihre Kinder den Film denn ansehen? Nein, sie haben den Film natürlich noch nicht gesehen. In erster Linie deshalb, weil es für Kinder immer ganz schrecklich ist, wenn sie sehen, wie ein Fremder ihre Mutter attackiert. Aber wenn sie erst einmal Teenager sind, zeige ich ihnen den Film natürlich gerne. Wie bringen Sie sich für diese körperlichen Strapazen immer wieder in Form? Zu Beginn hat es sich gar nicht so angefühlt, als ob ich genügend vorbereite war. Ganz im Gegenteil, ich dachte, ich würde es nicht einmal bis zum Ende des Films schaffen, weil alles so anstrengend war. Aber mit jedem Tag wurde ich stärker. Um ehrlich zu sein, erreichte ich meine Höchstform erst am Schluss der Dreharbeiten – und dann war es auch schon wieder vorbei (lacht). |












