In den 80er Jahren gehörte die US-Serie „Das A-Team“ zu den größten Erfolgen der internationalen TV-Landlandschaft. Der Regisseur Joe Carnahan (41) hat die Truppe gesetzloser Ex-Soldaten nun für die Kinoleinwand neu zum Leben erweckt. Ein Gespräch über die zeitgemäße Adaption eines Actionreißers, interne Kämpfe mit dem Studio und Panzer, die vom Himmel fallen.

CineZone: Mr. Carnahan, was verbanden Sie mit der 80er Jahre Serie „A-Team“, bevor Sie sich daran machten, die Charaktere für einen Kino-Actionreißer neu zusammenzuwürfeln?

Joe Carnahan: Ich mochte den Kult, der irgendwann um die Serie entstand. Und ich mochte die Tatsache, wie sehr die Typen bewundert wurden. Ich kann mich erinnern, dass mein Bruder und ich zeitweise sogar ein B-Team gründeten (lacht). Ich war damals 13 Jahre alt, trieb allerlei Unfug, stellte Mädchen nach, stahl Zigaretten und Alkohol. Als ich mir die Folgen dann im Zuge der Recherchen noch einmal alle ansah, fand ich sie charmant gemacht und irgendwie auch nostalgisch.

Was macht für Sie die Anziehungskraft der Serie aus?

Ganz klar die Konstellation der vier Typen. Die ist unschlagbar. Sie ist fast schon vergleichbar mit einer Horde Western-Helden, die all ihre Aufträge trotz der Rohheit mit Eleganz und Anstand ausführen.

Was mussten Sie bei der Neuauflage fürs Kino beachten?

Dass einerseits die alten Fans auf ihre Kosten kommen, die alles über die Serie wissen, und andererseits auch diejenigen sich amüsieren können, die rein gar nichts mit der Serie verbinden können. Meine Kinder zum Beispiel kannten das „A-Team“ überhaupt nicht. Wir wollten beiden Parteien gerecht werden.

Heben Sie sich stilistisch von der ursprünglichen Serie ab?

Ich war daran interessiert, die Anfänge der Vereinigung zu zeigen und wie sich die Herren überhaupt kennen gelernt haben. Für mich ist der Film auch kein Remake - sondern einfach nur eine Kinoversion der Serie. Und daher unterscheiden sie sich auf gewisse Weise schon grundlegend. Liam Neeson spielt Hannibal ganz anders als George Peppard das damals getan hat, gleiches gilt für Quinton „Rampage“ Jackson und Mr. T.

Die Frage ist: werden die Fans das mögen?

Darüber kann ich mir nicht zu sehr den Kopf zerbrechen. Ich glaube auch, dass die wirklichen Harcorde-Fans der Serie in der Anzahl der viel geringer sind, als viele das annehmen. Wenn man immer nur die Authentizität im Kopf hat und versucht, sich an einem alten Produkt zu orientieren, kann das auch schnell nach hinten losgehen.



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