 Welche Auswirkungen hatte die Verhaftung von Polanski auf das Projekt? Roman ist einer der provokativsten Regisseure der Filmgeschichte mit einem ganz einzigartigen Stil. Bei diesem Stoff konnte man also einiges erwarten. Dass es zu derart dramatischen Ereignissen kommen würde, hat niemand geahnt. Auf gewisse Weise reflektieren die Filme von Polanski sein eigenes Leben und seine Gefühle: Hier der Regisseur im Exil, der immer auf der Flucht war. Und im Film der Politiker, gegen den die Justiz ermittelt wird - und dieser Regisseur dreht zum ersten Mal einen politischen Thriller. Haben Sie mit Polanski über die Verhaftung und seine Stimmung einmal gesprochen? Nein, über die Verhaftung haben wir nie geredet, das ist nicht meine Angelegenheit. Wir Schauspieler haben uns vor der Berlinale alle in Paris in Polanskis Haus getroffen, dort hat es uns telefonisch alles Gute für die Weltpremiere gewünscht. Seinen großartigen Sinn für Humor und Ironie hat er auch bei diesem Telefonat nie verloren. Als Bond drehten Sie an den exotischsten Schauplätzen der Welt, wie war der Dreh auf der frostigen Insel Rügen? Dieser Dreh war wunderbar, für mich ist der Winter ohnehin die schönste Jahrszeit. Da findet man viel besser Zeit und Muse, sich Gedanken über das Leben und die Arbeit zu machen. Man kommt zum schreiben und zum malen, was ich sehr gerne tue. Welches Verhältnis haben Sie heute zu James Bond? Ich bin für die Rolle von Bond sehr dankbar – ohne 007 würde ich heute kaum hier sitzen. Bond war ein schönes Kapitel in meinem Leben für mich. Ich wusste ja schon vorher, dass es nicht leicht sein würde, nach solch einer Rolle andere gute Angebote zu bekommen. Aber es ist mir glaube ich ganz gut gelungen. |