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CineZone: Mister Brosnan, die Queen gilt als Fan von James Bond – vom zwielichtigen Premierminister, den Sie hier spielen, wäre sie wohl eher not amused? Pierce Brosnan: Ich kann mir nicht vorstellen, was Ihre Majestät von meiner Darstellung halten wird. Diese Geschichte beruht ja auf einer großen, theatralischen „Was wäre wenn“-Frage von Robert Harris: Was wäre, wenn der Ex-Premierminister in jungen Jahren als CIA-Agent angeworben worden wäre? Ob das der Queen gefällt? Ich habe wirklich keine Ahnung (lacht). Wie sind Sie zu dem Stoff gekommen? Als ich in London gerade Werbung für „Mamma Mia“ gemacht habe, erzählt mir mein Agent von diesem Projekt von Roman Polanski. Die Aussicht, einmal mit ihm zu arbeiten, hat mich sofort begeistert, zumal mir der spannende Roman von Robert Harris sehr gut gefiel. Was will ein Schauspieler mehr als einen Film, der aufregend und provozierend gleichermaßen ist? Wie weit ist Tony Blair der Pate für diese Rolle? Meine erste Frage an Polanski war natürlich: „Spiele ich Tony Blair?“. Und er sagte ganz klein: „Nein“. Natürlich sprechen viele Indizien dafür, dass es sich um Blair handelt, allein schon deswegen, weil Autor Robert Harris eine ganz besondere Beziehung zu diesem Premier hat. Auch wenn Polanski keinen Blair von mir wollte, habe ich ihn als Vorbereitung für die Rolle genau studiert - um mich danach natürlich ganz an die Vorlage von Polanski zu halten. Haben Sie Tony Blair je getroffen? Ich traf Blair einmal in einem Hotel bei einem gemeinsamen Fototermin. Er ist so groß wie ich und er war charmant. Zu seiner Karriere kann ich mir kein Urteil erlauben, denn zur Politik habe ich ein sehr distanziertes Verhältnis – in diesem Fall auch geographisch, weil ich seit einigen Jahren in Amerika lebe und die dortige Staatsbürgerschaft angenommen habe. Wie sieht die Arbeit mit Polanski als Regisseur aus? Er verlangt viel, er denkt schnell und seine Leidenschaft für das Projekt ist sehr groß. Roman kann sehr direkt sein mit seinen Kommentaren, als Schauspieler musst du schon ziemlich stark sein, nicht nur in deinen Leistungen, sondern auch in deinem Selbstbewusstsein. In einigen Szenen lässt er dir völlige Freiheit, in anderen gibt er genau vor, was er haben möchte. Diese intensive Arbeit mit ihm empfand ich als überaus anregend. |











