Mit ihrem Krimi „Blood Simple“ und der Baby-Komödie „Arizona Junior“ avancierten die Coen-Brüder Joel und Ethan zu Kultregisseuren. Für die Hollywood-Persiflage „Barton Fink“ gab es Gold in Cannes. Nach dem Flop „Hudsucker - Der große Sprung “ fand das Duo mit der Kidnapper-Groteske „Fargo“ zu alter Klasse samt Oscars zurück. Ähnlich ulkig fiel die skurrile Odyssee „O Brother, where art Thou“ mit George Clooney aus. Mit ihrer Gewalt-Groteske „No Country for Old Men“ räumten sie beim Oscar ab. Das könnte bald wieder passieren mit „A Serious Man“, der bitterbösen Tragikomödie um einen jüdischen Pechvogel in den 60er Jahren. Mit Joel und Ethan Coen unterhielt sich unser Mitarbeiter Dieter Oßwald.

CineZone: Wären Sie einverstanden, dass „A Serious Man“ Ihr bislang ernsthaftester Film ist?

Ethan Coen: Unser ernsthaftester Film? Ich bin da nicht so ganz sicher. Bei „No Country for Old Men“ gab es eigentlich auch nicht so viele Lacher…
Joel Coen: …ein paar Lacher gab es dort schon. Aber die gibt es hier schließlich auch. Wir haben allerdings schon einige Filme gemacht, die keine Komödien waren.

Wenn nicht Ihr ernsthaftester, ist es dann Ihr persönlichster Film? Immerhin geht es um allerlei existentielle Fragen…

Ethan Coen: Persönlich ist der Film in dem Sinn, dass unsere eigenen Erfahrungen eingeflossen sind: In dieser Zeit sind wir an solch einem Ort aufgewachsen. Dieser Erinnerungen haben uns zu dem Film inspiriert. Auch für den Rabbi im Film gibt es eine reale Vorlage aus unserer Kindheit.


A Serious Man

 
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