Seine Showbiz-Karriere begann er mit einer Boyband namens „Hyrise“, die 2004 in der britischen Vorrunde zum Eurovision Song Contest auftrat. Zwei Jahre später spielte Ben Barnes seine erste Filmrolle in der Krankenhausserie „Doctors“. Es folgte eine Nebenrolle im Fantasy-Streifen „Der Sternwanderer“ und nun die Hauptrolle als verwegener Prinz. Mit dem 27jährigen Londoner unterhielt sich unser Mitarbeiter Dieter Oßwald.

CineZone: Wie haben Sie die Prinzen-Rolle bekommen?

Ben Barnes: Ich bin in einem Londoner Theater mit „History Boys” aufgetreten, dort hat mich ein Casting-Scout entdeckt. Die waren schon sehr lange auf der Suche nach einem Schauspieler für die Rolle – und irgendwann sagten sie sich wohl: „Den nächsten nehmen wir jetzt einfach“ (lacht). Danach ging ich zum Vorsprechen und bereits wenige Wochen später bekam ich die Zusage. Das ging also alles rasend schnell, zumal für einen Film von dieser Größenordnung.

Wie vertraut sind Sie mit den Büchern von C.S. Lewis?

Ich habe die Bücher als 8jähriger gelesen und war ein großer Fan der BBC-Serie, die es damals dazu gab. Später an der Uni sind mir die Sachen erneut über den Weg gelaufen. Ich habe Theaterwissenschaft und Literatur studiert. Mein Schwerpunkt war Kinderliteratur, deshalb habe ich mich sehr intensiv mit den Werken von J.K. Rowling, Tolkien und Lewis beschäftigt.

Warum interessierte Sie ausgerechnet Kinderliteratur?

Vor allem aus Bequemlichkeit, Bücher für Kinder sind einfach kürzer!

Was macht die große Popularität dieser Fantasy-Stoffe aus?

Der Erfolg hat verschiedene Väter: Die Helden haben das richtige Alter. Sie bestehen Herausforderungen, die jeder gut nachvollziehen kann. Sie geraten in moralische Konflikte, die sie überwinden müssen. Und sie stehen für das Gute - was sie attraktiv macht. 

Was sagen Sie zu der religiösen Botschaft von Narnia?

Diese religiösen Elemente sind ja vor allem im ersten Teil besonders präsent, in dieser Fortsetzung geht es eher um Moral – was ich bei so einem großen Film gar nicht so schlecht finde. All das findet nicht aufdringlich statt, sondern zwischen den Zeilen. Wer von diesen Allegorien nichts wissen möchte, findet hier genauso seinen Spaß.

Wie war es für Sie, plötzlich selbst ein Teil von diesem Narnia-Universum zu sein?

Im Unterschied zu den Zuschauern, die voll und ganz in diese geheimnisvolle Welt eintauchen können, war ich beim Drehen mit der ziemlich nüchternen Realität konfrontiert. Der Regisseur sagte immer: „stell’ dir einfach vor, dass die Burg später dreimal größer aussehen wird!“. Anders als bei den meisten Fantasy-Filmen gab es bei uns allerdings nicht nur diesen grünen Hintergrund, in den später alles hineinkopiert wird. Wie hatten echte Modelle von allen Kulissen.



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