Die Vorstadtkrokodile sind eine richtig coole Bande. Sie halten zueinander, egal ob dick oder dünn, behindert oder supersportlich, Junge oder Mädchen, oder Deutscher oder Ausländer. Klar fallen mal ein paar freche Sprüche untereinander, aber im Grunde kann sich hier jeder auf jeden verlassen.

In einem alten Bergwerk haben sie ein neues Bandenquartier, nachdem das alte in die Luft gesprengt wurde. Hier können sie so richtig die Sommerferien genießen, wäre da nicht Kais aufgetakelte und nervige Cousine Jenny, die Kais Eltern (Smudo, Maria Schrader) ihm als Babysitter auf den Hals hetzen. Dabei ist Jenny genauso alt wie Kai, nur sitzt sie im Gegensatz zu ihm nicht im Rollstuhl.

Es kommt aber noch viel schlimmer: In der Firma von Ollis (Manuel Steitz) und Marias (Leonie Tepe) Eltern (Esther Schweins, Dietmar Bär) häufen sich seltsame Zwischenfälle, bis der Laden kurz vor der Pleite steht. Nicht nur die Arbeitslosigkeit, sondern auch der Umzug mit der ganzen Familie in eine andere Stadt droht.

Das werden Hannes (Nick Romeo Reimann), Kai (Fabian Halbig), Jorgo (Javidan Imani), Frank (David Hürten) und Peter (Robin Walter) nicht zulassen! Erstens gäbe es dann keine Vorstadtkrokodile mehr, zweitens haben sich Hannes und Maria gerade erst verliebt, aber noch nicht einmal den ersten Kuss geschafft. Mit rasanten Verfolgungsjagden inklusive getuntem Rollstuhl und gefährlichen Beschattungsaktionen wird die Jagd auf die Schuldigen an der Katastrophe aufgenommen.

Unter der Flut der Teenie-Filme sticht Christian Ditters „Vorstadtkrokodile 2“ genauso hervor wie der erste Teil, der nur ein Jahr früher gedreht wurde. Während der erste Teil sich trotz starker Modernisierung eng an den Jugendbuchklassiker „Vorstadtkrokodile“ von Max von der Grün aus dem Jahr 1976 lehnt, wagt Ditter diesmal den Sprung zu einer eigenen Geschichte mit denselben Figuren und Schauspielern wie beim ersten Mal: Nick Romeo Reimann („Die wilden Kerle 3-5“), Fabian Halbig (Schlagzeuger der Band „Killerpilze“), Leonie Tepe („Taco und Kaninchen“) und Manuel Steitz („Herr Bello“) gehören unter anderen zu den wirklich guten Jungschauspielern. Aber auch die bewährte Besetzung der Elternrollen mit Nora Tschirner („Keinohrhasen“, „Zweiohrküken“) als Hannes allein erziehende Mutter oder Maria Schrader („Väter“, „Liebesleben“), Smudo von den „Fantastischen Vier“ sowie Dietmar Bär und Esther Schweins trägt zu dem gelungenen Film bei.

Ditter tritt nicht nur auf Grund seines eigenen Films „Vorstadtkrokodile“ ein schweres Erbe an. Immerhin wurde er mit Preisen überschüttet ( Kinder-Medien-Preis „Weißer Elefant“, Drehbuchpreis „Kindertiger“, bester Film des 5. „International Children´s Film Festival“ in Tel Aviv, Publikumspreis des 23. „Cinekid International Film“, „Television and New Media Festival“ in Amsterdam ) Auch Wolfgang Beckers Kroko-Verfilmung aus dem Jahr 1977 gewann Kultstatus. Da wurde Ditter erst geboren!

Kein Wunder, dass Ditters „Vorstadtkrokodile“ stark modernisiert wurden. Dass Olaf zu Olli und Kurt zu Kai wurde, gehört dabei zu den Nebensächlichkeiten. Ditter schafft es jedenfalls ein zweites Mal, große Themen wie Freundschaft, Diskriminierung oder Arbeitslosigkeit in richtig gutes Actionkino zu verwandeln. Gerade die Szenen in denen gerast, gekämpft und vor Explosionen geflüchtet wird suchen in Teenagerfilmen ihresgleichen. Die Sprüche sind richtig witzig, wahr und jenseits politischer Korrektheit. Die Gefühle der jungen Helden werden ernst genommen und die Lust auf gute Unterhaltung mehr als erfüllt.

Das einzige, was man dem Film vorwerfen kann, ist die große Rolle, die der Zufall spielt. Beispiele werden hier nicht verraten, damit die manchmal an den Haaren herbeigezogene Story trotzdem spannend bleibt.

In aller Kürze: Inhalt und Filmkritik
Ausführliche Inhaltsangabe zu „Vorstadtkrokodile 2“
Filmreihe
Credits


Infos zur aktuellsten DVD (und einer weiteren Veröffentlichung)
Infos zur aktuellsten BluRay-Disc (und einer weiteren Veröffentlichung)


Trailer (14)
Bilder-Galerie (39)
Poster
Slideshow


http://vorstadtkrokodile2.film.de/ (Offizielle Webpage, Deutschland)
„Vorstadtkrokodile 2“ in der IMDb (USA, D)


 
Home · News · Kino · DVD · Kontakt · Impressum
#~1#~ #~1#~ #~1#~ #~1#~
Abenteuer, Jugend
Deutschland 2010
Ur-Aufführung D: 21.01.2010
DVD-Premiere D: 05.08.2010
#~1#~ #~1#~
Länge: 90 min
FSK: ab 6
Regie: Christian Ditter
#~0#~
Darsteller: Nick Romeo Reimann#~2#~, Fabian Halbig#~2#~, Leonie Tepe#~2#~, Manuel Steitz#~2#~, Javidan Imani#~2#~, Robin Walter#~2#~, Ella-Maria Gollmer#~2#~, Nora Tschirner#~2#~, Maria Schrader#~2#~, Smudo#~2#~, Esther Schweins#~2#~, Dietmar Bär#~2#~, Raoul Brauner#~2#~, Roman Brauner#~2#~, David Hürten#~2#~, Severin von Hoensbroech#~2#~, Tabea Tarbiat#~2#~, Christian Kahrmann#~2#~
Abenteuer, Jugend
Deutschland 2010
Ur-Aufführung D: 21.01.2010
DVD-Premiere D: 05.08.2010
Länge: 90 min
FSK: ab 6
Regie: Christian Ditter
Darsteller: Nick Romeo Reimann, Fabian Halbig, Leonie Tepe, Manuel Steitz, Javidan Imani, Robin Walter, Ella-Maria Gollmer, Nora Tschirner, Maria Schrader, Smudo, Esther Schweins, Dietmar Bär
Komplette Credits anzeigen