| Acht Jahre sind vergangenen, seit Ex-Knacki Dominic Toretto (Vin Diesel) über die mexikanische Grenze geflüchtet ist. Mit dem einzigen Überbleibsel seiner Vergangenheit, Letty (Michelle Rodriguez), lebt er in der Dominikanischen Republik in einer Strandhütte und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Aber Dom weiß, dass er seinen Verfolgern stets nur einen kleinen Schritt voraus ist. Als ihn der Mord an einem geliebten Menschen nach L. A. zurücktreibt, trifft er dort seinen alten Gegner Agent Brian O’Conner (Paul Walker) wieder. Beide stellen fest, dass sie einen gemeinsamen Feind haben, der für den Mord verantwortlich ist: einen soziopathischen Drogenbaron, der die USA mit seiner tödlichen Ware überschwemmt. Widerwillig müssen Dom und Brian einander vertrauen und zusammenarbeiten, wenn sie sich rächen und ihn besiegen wollen. Dafür müssen sie irgendwie in seine Gang gelangen, die über ein ausgeklügeltes Tunnelsystem reinstes Heroin von Mexiko über die Grenze in die USA schmuggelt. Zwei Befehlshaber des Drogenkartells, Campos (John Ortiz) und Fenix (Laz Alonso), sind die einzigen, über die sich Dom und Brian den Zugang verschaffen können. Durch Dominic kommen sich auch seine Schwester Mia (Jordana Brewster) und Brian nach langer Zeit wieder näher. Doch ausgerechnet jetzt müssen die beiden Zwangsverbündeten in einem Rennen gegeneinander antreten, das sie an den Rand des Abgrunds führt: Von Tanklastzug-Überfällen in den Bergen der Dominikanischen Republik bis zu wilden Verfolgungsjagden durch die mexikanische Wüste, geben die beiden Männer alles, um sich zu rächen: Sie holen aus ihren PS-starken Boliden alles heraus, was geht… „Sicher, dass du das immer noch tun willst?“, brummt Vin Diesel als Dominic Toretto seinen Filmpartner Paul Walker an. „Es hat sich einiges geändert“, entgegnet dieser in seiner Rolle als Brian O’Conner. Was, auf den Film selbst bezogen, nur begrenzt der Wahrheit entspricht. Wie schon im ersten Teil geht es noch immer um blank polierte Straßenflitzer mit kräftig Power unter der Haube. Es geht um coole Typen mit kräftigen Oberarmen, die auf blank polierte Straßenflitzer mit kräftig Power unter der Haube stehen. Und es geht um heiße Girls mit kräftiger Oberweite, die auf coole Typen mit kräftigen Oberarmen und blank polierten Straßenflitzern mit kräftig Power unter der Haube stehen. Aber es hat sich auch einiges geändert, seit der erste Teil vor acht Jahren durch die Kinos rollte. Vin Diesel, als neuer Action-Star gehandelt, schlug das Angebot zu „2 Fast 2 Furious“ in den Wind. Auch Michelle Rodriguez und Jordana Brewster ließen sich nicht blicken, nur Paul Walker hielt am Steuer fest. Als der dritte Film, „Tokyo Drift“, auch ohne Walker auftankte, schien die Zukunft der Serie beschlossen: ein vierter Streifen würde womöglich nur noch auf DVD erscheinen. Doch die Serie legt den Rückwärtsgang ein, rollt zur Startlinie zurück und sammelt mit Diesel (der nach einigen Flops gern wieder als Action-Star gehandelt werden würde), Rodriguez, Brewster und Walker wieder die Original-Besetzung ein. Ein seltenes Husarenstück in der Geschichte der Hollywood-Sequels, das bereits mit einem Cameo von Diesel am Ende von „Tokio Drift“ eingeläutet wurde. Einmal wieder im „Fast and Furious“ Revier gelandet, gurtete man Diesel gleich mit der Aussicht auf einen Produzententitel in einem geplanten vierten Teil fest. Im Film werden die Boliden aufgemotzt, für den Film die Besetzungsliste. Selbstredend funktioniert das eine so gut wie das andere. Paul Walker als netter Polizist und Vin Diesel als charismatischen Outlaw bilden mustergültige Grundpfeiler für ein Buddie-Movie. Jordana Brewster und Michelle Rodriguez bringen mit ihren Fahrgestellen das Blut der Brauseköpfe auch außerhalb der Schalensitze zum Kochen und steuern den nötigen Sex zum Crime bei. Regisseur Justin Lin, der schon den dritten Teil inszenierte, weiß wo die (Pferde-)Stärken dieses Films stecken. Er setzt seinen kahlköpfigen Helden derart cool in Pose, dass die Tuner- und Schrauber-Gemeinde fortan Feinrippunterhemden über Tattoos zur Pflichtkleidung ausrufen müsste. Es bedarf schon einer lässigen Socke wie Diesel, einen so nah an der Karikatur angelegten Charakter nicht als Witzfigur absaufen zu lassen, sondern ihn mit Ausstrahlung und Testosteron zum Motor des Films hoch zu frisieren. Die eigentliche Handlung ist einfach und effektiv - und erfüllt damit ihren Zweck als Bindeglied zwischen den Actionsequenzen. Die werden von Lin gemäß dem Filmtitel möglichst furios in Szene gesetzt. Was jedoch nicht immer gelingt, sind manche Sequenzen so schnell geschnitten, dass die Übersicht auf der Rennstrecke bleibt und so der cineastische Motor ins Stottern gerät. Länger darf die Kamera auf den offensichtlichen Vorzügen der Bunnies verweilen, die zwar im Hinblick auf eine moderate Altersfreigabe nicht zu viel Haut blicken lassen, dafür einander aber schon mal an den Lippen knabbern dürfen. Erlaubt ist eben alles, was Spaß macht, und die US-Sittenwächter nicht zu sehr erregt. Und Spaß bringt der Streifen allemal. Nur sollte man ihn nicht ernster nehmen als er sich selbst. „Fast & Furios“ rast locker seinen beiden Vorgängern, „2 Fast 2 Furious“ und „Tokyo Drift“, davon. An den ersten Film reicht er aber nicht heran. Denn das 2009er Model ist trotz Originalteilen ein Nachbau ohne wesentliche Verbesserungen. Und als solcher, das lehrt schon die Asphaltphilosophie, fährt er immer dem Prototyp hinterher. |












