| Nachdem das Abitur geschafft ist, haben die beiden Freunde Moritz (Max Riemelt) und Dirk (Robert Gwisdek) nur noch einen Wunsch: Einfach raus aus ihrem Kaff im ostdeutschen Nirgendwo und ab in die Großstadt. An der TU Darmstadt wollen die beiden nun ein Studium im Fach Wirtschaftsmathematik absolvieren und träumen von Erfolg und Geld. Dass sie den Mathe-Leistungskurs gerade mal so bestanden haben und die große Reise schon nach ein paar Kilometern mit einem Getriebeschaden endet, sind dabei nur Nebensächlichkeiten. Während Dirk schnell ein karges Zimmer und neue lernbegierige Freunde findet, landet Moritz in einer Chaos-WG mit Lebemann Bernd. Dieser weiß ganz genau was er will: Abfeiern und möglichst viele Frauen abschleppen. Derweil sein Freund Dirk so richtig Gas gibt und zwischen Vorlesungen und Lerngruppen einen Studienrekord aufstellt, versumpft Moritz im süßen Nichtstun. Wilde Wodka-Partys, Faulenzen am Baggersee und die große Liebe Kerstin (Claudia Eisinger) bestimmen seinen so gar nicht studientauglichen Alltag. Nur mit der Hilfe des cleveren indischen Austauschstudenten Aswin (Amit Shah) bekommt er gerade noch mal so die Kurve und schafft tatsächlich die Zulassung zum Diplom. Nach 13 Semestern wird es dann auch endlich mal Zeit, dass Moritz erkennt was im Leben wirklich zählt. Den ersten abendfüllenden Spielfilm des Stuttgarter Regisseurs Frieder Wittich kann man als Treffer bezeichnen. Sympathische Charaktere, mit denen man sich sofort identifizieren kann, eine direkt aus dem (Studenten)Leben gegriffene Geschichte und der leichtherzige Humor sorgen für richtiges Wohlfühl-Kino. Man muss nicht selbst studiert haben, um den steinigen Weg in das Berufsleben nachempfinden zu können. Aber alle Zuschauer, die eine Uni besucht haben, werden sich in dem streckenweise autobiografisch nachgezeichneten Spaß-Streifen selbst wieder finden. Großartig besetzt mit Jungschauspielern wie Max Riemelt („Die Welle“), Alexaner Fehling („Inglorious Basterds“), der äußerst attraktiven Claudia Eisinger („Meer is nich“) und dem brüllend komischen Amit Shah ist 13 Semester ein Garant für einen unterhaltsamen Kinoabend. |













