2. November 1979. Ein aufgeregter Mob, Journalisten und Kameramänner drängen sich am Porte de Clignancourt um einen von Kugeln durchsiebten BMW 528; das Polizeiaufgebot hat alle Mühe, die Menschen unter Kontrolle zu halten. Für Kommissar Broussard (Olivier Gourmet) ist es ein großer Tag: Er hat Jacques Mesrine (Vincent Cassel) zur Strecke gebracht, den Staatsfeind Nr. 1...

Sechs Jahre zuvor war Mesrine in Kanada mit einem spektakulären Ausbruch aus dem Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses von Saint-Vincent-de-Paul gflohen und in seine Heimat zurückgekehrt. Nur war er jetzt kein Lehrling mehr, kein Lakai eines Gangsterbosses, kein Laufbursche oder Handlanger. Jetzt ist es Mesrine selbst, der die Zügel seiner Verbrecherlaufbahn in der Hand hält. Fortan wird es keinen mehr geben, der ihm Befehle erteilt oder dem er sich unterordnet.

Um wieder das nötige Spielgeld zu besitzen, macht er sich mit seinen Vertrauten Michel Grangier und Michel Ardouin (Samuel Le Bihan) – aufgrund seiner Körperfülle von Mesrine zärtlich „Flugzeugträger“ genannt – sofort wieder ans Ausrauben von Banken, wie er es in Kanada von seinem Kumpel Mercier gelernt hat: Warum sich mit einer zufrieden geben, wenn auf der anderen Straßenseite noch eine zweite Bank darauf wartet, um das Ersparte ihrer Kunden erleichtert zu werden?

Diesmal hat Mesrine allerdings die Rechnung ohne die Polizei gemacht, die ihm wenig später auflauert und ihn festnimmt. Auf dem Revier gibt er sich cool. Ohne zu zögern, gibt er den Bankraub und versuchten Mord zu. Aber seine Kumpels liefert er nicht ans Messer. Gaunerehre. Mit den Polizisten schließt er eine Wette ab, in drei Monaten wieder auf freiem Fuß zu sein. Es geht noch schneller: Im Gerichtsgebäude haben Freunde auf der Toilette eine Schusswaffe deponiert. Vor dem Richter echauffiert sich Mesrine darüber, dass es illegal sei, einen Angeklagten in Handschellen vorzuführen. Und sinnlos obendrein: Mesrine zückt seine Waffe und lässt sich die Fesseln abnehmen. Er nimmt den Richter als Geisel und bahnt sich den Weg aus dem Gericht von Compiègne. Draußen wartet Ardouin in einem Wagen. Gemeinsam gelingt die spektakuläre Flucht.

Die Medien ernennen ihn zum Staatsfeind Nr. 1. Grund zur Freude, die aber nur kurz währt: Jacques erhält die Nachricht, dass sein Vater im Krankenhaus im Sterben liegt. Als Doktor verkleidet, stattet er seinem alten Herrn unerkannt einen letzten Besuch ab. Er entschuldigt sich für alles, was er ihm angetan hat. Der erklärt ihm seine ungebrochene Vaterliebe und hält Jacques an, sich mehr um seine Tochter zu kümmern. 

Im September 1973 macht sich Jacques' Bande mit einem neuen Fahrer an den nächsten Bankraub. Noch während Mesrine und seine Leute in der Bank sind, wird der Fahrer verhaftet. Das ist der Moment, in dem Mesrine und Ardouin auf die Straße treten. Es folgen eine Schießerei und eine halsbrecherische Verfolgungsjagd. Die Gangster haben Glück. Sie können die Verfolger in letzter Sekunde abschütteln, indem sie in die Métro flüchten.

Nach einem Streit schmeißt Ardouin, Mesrines treuester Leutnant, die Sache hin. Das Glück hat Jacques augenblicklich verlassen. Den Männern von Kommissar Broussard gelingt es, den Verbrecher in einer Pariser Wohnung aufzustöbern. Als er erkennt, dass eine Flucht unmöglich ist, gewährt er dem Polizisten Einlass und empfängt ihn fröhlich mit einem Glas Champagner. Wenn schon verknackt werden, dann wenigstens mit Stil.

Auch in seiner Zelle macht Jacques Mesrine, was er will. Erbost darüber, in den Zeitungen keine große Rolle mehr zu spielen, setzt er sich an die Schreibmaschine und verfasst seine Memoiren, die er 1977 aus dem Gefängnis schmuggeln und unter dem Titel „Der Todestrieb“ unter großem Medienecho veröffentlichen lässt. Seine Anwältin (Anne Consigny) ist entsetzt, Jacques dagegen hoch zufrieden. Der Rummel gefällt ihm. Erstmals

nach Jahren sieht Mesrine im Gefängnis seine Tochter, mittlerweile ein fast erwachsenes Mädchen. Ein schmerzvoller Moment – auch weil beide wissen, dass er sie zwar liebt, aber nie für seine Tochter da sein können wird. Vor Gericht zieht Mesrine wieder eine große Show ab und führt der Autorität ihre Ineffizienz vor, indem er mit großer Geste den Schlüssel zu seinen Handschellen aus der Hosentasche zieht. Er hat die Lacher auf seiner Seite, kann mit seiner Kapriole aber nicht verhindern, dennoch zu 20 Jahren in einem Hochsicherheitstrakt verknackt zu werden. Er kündigt seinen Ausbruch an.


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http://www.mesrine-lefilm.com/ (Pathé Distribution, USA)
http://www.musicboxfilms.com/mesrine-publ... (USA)
IMDb-Infos (USA, D)


 
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O-Titel: Mesrine: Public Enemy No. 1
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Kriminalfilm
Frankreich, Kanada 2008
Ur-Aufführung D: 21.05.2009
DVD-Premiere D: 28.10.2009
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Länge: 132 min
FSK: ab 16
Regie: Jean-François Richet
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Darsteller: Vincent Cassel#~2#~, Ludivine Sagnier#~2#~, Mathieu Amalric#~2#~, Gérard Lanvin#~2#~, Samuel Le Bihan#~2#~, Olivier Gourmet#~2#~, Michel Duchaussoy#~2#~, Myriam Boyer#~2#~, Anne Consigny#~2#~, Georges Wilson#~2#~, Alain Fromager#~2#~, Luc Thuillier#~2#~, Christophe Vandevelde#~2#~, Laure Marsac#~2#~, Pascal Elso#~2#~, Joseph Malerba#~2#~, Alain Doutey#~2#~, Arsène Mosca#~2#~, Serge Biavan#~2#~, Isabelle Vitari#~2#~, Michaël Vander-Meiren#~2#~, David Seigneur#~2#~, Nicolas Abraham#~2#~, Pascal Doucet-Bon#~2#~, Emmanuel Vieilly#~2#~, Pascal Liger#~2#~, Gérard Jarrier#~2#~, David Bursztein#~2#~, Helena Soubeyrand#~2#~, Fabrice de la Villehervé#~2#~, Jean-Luc Muscat#~2#~, Vincent Jouan#~2#~, Eric Boucher#~2#~, Bernard Rosselli#~2#~, Philippe Le Dem#~2#~, Erik Forcinal#~2#~, Fanny Sidney#~2#~, Alain Rimoux#~2#~, Olivier Pajot#~2#~, Olivier Barthelemy#~2#~, Rachel Suissa#~2#~, Clémence Thioly#~2#~, Xavier Letourneur#~2#~, Yan Brian#~2#~, Hervé Laudière#~2#~, Françoise Le Plénier#~2#~, Jérôme Boyer#~2#~, Jean-Pierre Dantan#~2#~, Clément Sasseville#~2#~, Martial Courcier#~2#~, Frédéric Constant#~2#~, Nicolas Woirion#~2#~, Bernard Constant#~2#~, Erica Rivolier#~2#~, Benoît Marchand#~2#~, Albert Goldberg#~2#~, Caroline Mathieu#~2#~, Alexandre Picot#~2#~, Olivier Schneider#~2#~