| 20 Jahre lang hielt er mit Morden, Überfällen und spektakulären Ausbrüchen die gesamte französische Republik in Atem. Die kaum vorstellbare, aber wahre Geschichte des Jacques Mesrine zeigt eindrucksvoll, dass die besten Geschichten für das Kino tatsächlich das Leben schreibt. Paris 1979: Auf offener Straße wird der meistgesuchte Verbrecher Frankreichs, der jahrelange Staatsfeind Nummer Eins, von einem Polizeitrupp geradezu hingerichtet. In dem ersten Teil („Mordinstinkt“), der die Vorgeschichte des desillusionierten jungen Algerienkriegers Jacques Mesrine erzählt, wurden die ersten Schritte zu einer epischen Verbrecherkarriere gezeigt. Teil 2 mit dem Untertitel „Todesstrieb“ knüpft nahtlos an die Lebensgeschichte Mesrines an und zeigt in beeindruckender und durchweg spannender Inszenierung den weiteren Werdegang des selbsternannten Robin Hood, den nicht einmal ein kanadisches Hochsicherheitsgefängnis auf Dauer halten konnte. Regisseur Jean-François Richet, der bereits mit dem Remake „Das Ende – Assault on Precinct 13“ bewiesen hat, dass er Hochspannung und Action perfekt inszenieren kann, versammelte für „Public Enemy No. 1“ die Elite der französischen Schauspielergarde. Im ersten Teil durften an der Seite des charismatischen Charakterkopfs Vincent Cassel („Eastern Promises – Tödliches Versprechen“), der eigens für die Darstellung des Jacques Mesrine 20 kg Körpergewicht zugelegt hat, Gerard Depardieu und Cécile De France agieren. In Todestrieb sind unter anderem Mathieu Amalric (James Bonds Gegner in „Ein Quantum Trost“) und die äußerst attraktive Ludivine Sagnier („Swimming Pool“) zu sehen. Frei nach der Autobiografie Mesrines ist ein geradezu epischer Film über eine Verbrecherlegende entstanden, der von der ersten Minute an fesselt und den Zuschauer in eine schrecklich faszinierende Welt voller Gewalt und Leidenschaft katapultiert. Dabei erinnert die geradezu elegant anmutende Regiearbeit von Richet bewusst an die Gangsterfilme der siebziger und achtziger Jahre und punktet mit Darstellerleitungen, perfekter Ausstattung und eine verstörenden Einblick in die Psyche eines Verbrechers. Wer den ersten Teil noch nicht gesehen hat, sollte den „Staatsfeind Nummer Eins“ im Doppelpack genießen. Aber auch für sich alleine ist „Todestrieb“ ein filmischer Krimigenuss. |













